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Artikel 2019

Pressestimmen
Artikel Bergische Morgenpost v. Dienstag, 19. März 2019
Neustart beim Männerchor

Peter Bonzelet löst bei der Germania Claudia Rübben-Laux als Leiter ab.

REMSCHEID (sli) Ganz im Zeichen eines Neustarts geht im Remscheider Männerchor Germania 1840 eine Ära zu Ende. Eine Ära, die über 53 Jahre den Remscheider Traditionschor prägte wie mutmaßlich keine zweite. Anlässlich der feier- lichen Verabschiedung der Musikdirektorin und langjährigen Leiterin des MGV Germania, Claudia Rübben-Laux, im BAB-Hotel begrüßte der Vorstand den neuen Leiter, Musikdirektor Peter Bonzelet.



„Wir freuen uns, dass Peter Bonzelet die Leitung ab dem 28. März übernehmen wird und hoffen, dass er viele neue Ideen mit einbringt“, äußerte sich der 1. Vorsitzende, Heinz-Georg Hüster. Seit 1966 prägte die Familie Rübben - lange Jahre unter Prof. Hermannjosef Rübben, ab 1997 dann unter seiner Tochter Claudia - das Können des Gesangvereins. „Prof. Rübben führte seine Tochter früh an alle Facetten der Musik heran“, betonte Vorsitzender Hüster in seiner Rede. „So wurde der Grundstein zur Musik gelegt, und die Leitung konnte später in bewährte Hände übergeben werden.“ Denn unter der Ära Rübben erreichten die Germanen 2008 sowie 2013 nicht nur die Titel „Meisterchor NRW“ und „Konzertchor NRW“, sondern prägten mit bewährten Veranstaltungen wie „Remsched knatsch verdötscht“ und Konzerten das Remscheider Konzert- und Kulturleben. „Ich bin quasi erwachsen geworden mit dem Chor“, erzählt Claudia Rübben-Laux. „Die Entscheidung zu gehen, habe ich mir auch nicht leicht gemacht.“

Mit ihrem neuen Leiter erhoffen sich die MGVler nicht nur frischen Wind, sondern auch eine Weiterführung in die nächste Generation sowie Anwerbung von Neumitgliedern. „Mit gleich zwei neuen Projekten - einem Konzert in den Balver Höhlen im Sauerland sowie einem Musical- und Operetten-Konzert in der Stadthalle Wuppertal - möchten wir Sänger einladen, die für ein halbes Jahr bei uns mitsingen möchten“, äußerte sich Bonzelet zu kommenden Zielen. Selbstverständlich werden auch Kölsche Tön' einen Platz im Repertoire der Germanen einnehmen.

Artikel Bergische Morgenpost v. Montag, 04. März 2019
Schunkeloffensive im Theatersaal
VON CHRISTINA SEGOVIA-BUENDlA

Mehrere hundert kostümierte Besucher sorgten für beste Stimmung bei der Karnevalsparty „Knatsch verdötscht“. Die Germania-Chöre sowie das Ensemble der Lüttringhauser Volksbühne zeigten ein jeckes Programm.



INNENSTADT Rund 600 Besucher feierten fröhlich mit, als der hiesige Frauenchor und der Männerchor Germania das Stadttheater am Samstagnachmittag für mehrere Stunden in eine närrische Hochburg verwandelten. Zur 31. Auflage des jecken Mitmachkonzerts „Rem-sched knatsch verdötsch" ging es, auf der Bühne und im Zuschauerraum, kunterbunt und heiter her.

Wenn Theatergäste mehr Glitzer im Gesicht tragen als die Künstler auf der Bühne und ihnen kostümtechnisch in nichts nachstehen; wenn das Publikum fast die größere Performance hinlegt als jene, die im Rampenlicht stehen, und wenn im Kulturtempel dann noch Dosenbier, Gurkensnacks und Käsehäppchen Einzug einziehen, dann steht die Welt Kopf, dann ist „Remsched knatsch verdötscht“.

Lange bevor sich der Vorhang öffnete und erstmals die bunt verkleideten Sängerinnen und Sänger beider Chöre von Dirigentin Claudia Rübben-Lauxzum Vorschein kamen, hatte die Party im Zuschauer-raum längst begonnen: Mehrere hundert kostümierte Besucher, sangen schon im bunt dekorierten Theatersaal zu bekannten Karneval-hits aus der Konserve, tanzten und schwangen blinkende Leuchtwedel. „Ja was ist denn hier los?", fragte eine amüsierte Dirigentin, als sie mit ihren Chören die Bühne betrat und sah, dass das Publikum schon ohne sie losgelegt hatte. „Die Stimmung ist ja schon jetzt großartig. Dabei haben wir haben noch gar nicht angefangen."

Mit der Kölschen Hymne „Mer losse d’r Dom en Kölle" stieg der
Remscheider Frauenchor in das mehrstündige Konzert ein. Ein kurzes Potpourri aus diversen Partyhits, wie „Die Rose" (De Räuber), „Pizza Wundaba“ (Höhner) oder „Schön ist das Leben“ (Paveier) folgte. Die Stimmung, wenige Minuten nach Konzertbeginn, war zu diesem Zeitpunkt schon bestens. In kleineren und größeren Gruppen, auch in gemischten Formationen, traten dann immer wieder Männer und Frauen in unterschiedlichen Kostümi Hingen in den Vordergrund und präsentierten einzelne Klassiker, die das Publikum textsicher mitsang. Für einen ersten Jubelsturm sorgte der erste Auftritt der Germania, als Rübben-Laux ihre sangesfreudigen Herren als „die schönsten Männer von Remscheid“ ankündigte. Einige Gäste blieben nahezu über das komplette Konzert auf den Beinen, tanzten und schwangen ihre mitgebrachten Schellenkränze mehr oder minder zum Takt. Andere erhoben sich immer wieder von ihren Plätzen zur gemeinsamen Schunkel-Of-fensive. Die gute Laune zogen sich durch den kompletten Saal und wirkte ansteckend. Doch nicht nur musikalisch hatte das fast fünfstündige Programm allerhand zu bieten: Christian Wüster und Steffi Hoff-mann, Vertreter der Lüttringhauser Volksbühne, präsentierten, ebenso wie Eigengewächse des Frauenchores, humorvolle Sketch. Es gab Büttenreden und die Kölner Tanzgarde „Höppemötzcher" schaute ebenfalls zur mittlerweile schon traditionellen Stippvisite vorbei. Einen kleinen Höhepunkt lieferte auch der CDU-Landtagsabgeord-nete Jens Nettekoven: Im FC Trikot löste er sein Versprechen ein, trat auf die Bühne und gab - mit Unterstützung der Frauen und Männer im Hintergrund, sowie des Publikums vor ihm - das sehr Heimat verbundene Lied „En unsrem Vee-del“ (Black Föös) zum Besten.
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