Artikel 2015 - Remscheider Männerchor Germania 1840 e.V.

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Artikel 2015

Pressestimmen

Artikel rga v. 24.12.2015
Germania liebt den Gesang und den Karneval

Der Männerchor schickt mit „Wintemächt'ges Schweigen“ einen Gruß zu Heiligabend.

Von Frank Michalczak

Den Schlussakkord bei unserer Adventsaktion setzt heute der Männerchor Germania Remscheid. Wer rga.de anklickt, hört ihn singen: „Wintemächtges Schweigen“ lehnt sich an „Stille Nacht, heilige Nacht“ an.
Heinz-Georg Hüster ist seit dreieinhalb Jahren Vorsitzender des Chores, der 2015 ein großes Jubiläum feierte. „Vor 175 Jahren wurde Germania gegründet. Damit dürften wir zu den ältesten Chören Remscheids gehören“, erklärt der 56-Jährige über eine Musik-Gemeinschaft, die breit aufge stellt ist.
Natürlich gehört auch weiterhin klassisches Liedgut zum Repertoire - vom „Jäger aus Kurpfalz“ bis zu Melodien aus Operetten. Hinzu gesellen sich aber längst auch moderne Klänge. „Wir singen Songs von den Beatles, von Harry Belafonte oder auch von Udo Jürgens“,  zählt der Vorsitzende auf, der über den Karneval den Weg in den Männerchor fand.
Germania und der Frauenchor Remscheid gestalten traditionell ein närrisches Programm im Teo Otto Theater. Janr für Jahr laden sie in der fünften Jahreszeit zu zwei Galas ein, die sich beim Publikum großer Beliebtheit erfreuen.


Nach der Adventspause beginnen die Proben für die Karnevalsshows
Vor einiger Zeit schaute auch Heinz-Georg Hüster vorbei und war begeistert von dem, was die beiden Chöre auf die Beine stellten. „So bin ich auf Germania aufmerksam geworden. Und: Gesungen hab’ ich immer schon gerne“, erklärt der gebürtige Sauerländer, der bereits in seiner Heimat in einem Gesangverein aktiv war.
Nach der Adventspause beginnen nun wieder die intensiven Proben für die Kamevals-shows, für die Germania sogar eine Band formiert.
Zehn Sänger aus den eigenen Reihen begleiten mit ihren Instrumenten die Auftritte der beiden Chöre. Das Besondere: Die Mitglieder treten dabei vor großem Publikum mal als Solisten, mal als Duo oder Trio ins Rampenlicht.
„Beim ersten Mal kostet dies den ein oder an-, deren Überwindung. Wenn man einmal die Erfahrung gemacht hat, ist das nicht mehr schwer.“ Aber gezwungen werde niemand.
Und: Selbstverständlich seien die Künstler für ihre Kamevalsauftritte bestens vorbereitet. Dafür sorgt Claudia Rübben-Laux, die sowohl Germania als auch den Frauenchor Remscheid leitet. Den unge- zwungenen Karnevalsauftritten habe es der Männerchor auch zu verdanken, dass auch immer wieder Jüngere auf die Idee kommen, mitzusingen. „Dazu zählt unter anderem Christoph Lange, der Vor- sitzende des Remscheider Schützenvereins“, erzählt Heinz-Georg Hüster, der nicht nur den Gesang in der 53-köpfigen Gemeinschaft schätzt, sondern auch die Kontaktpflege.
Regelmäßig stehen Ausflüge und sogar Reisen auf dem Programm. Für 2017 denken die Germania- Sänger darüber nach, an einem großen Chorfestival im lettischen Riga teilzunehmen.
Zu ihren Proben treffen sie sich derzeit im CVJM-Heim - montags ab 20 Uhr werden die Lieder
einstudiert. Dazu zählen übrigens durchaus exotische Werke, beispielsweise afrikanische Gospel, die Germania erst kürzlich bei einem Benefizkonzert für das Bergische Kinderhospiz erklingen ließ.
Wer mitmachen will, ist dem Chor willkommen - wobei eine gewisse Nähe zum Karneval nicht schaden dürfte.


Artikel  rga v. 18. Dezember 2015
Chor blickt auf ein bewegtes Jahr zurück

Jubilaumsprogramm von Germania hatte es in sich.


Remscheid. Es war der Schluss- punkt eines bewegten Jahres des Remscheider Männerchors Ger- manias: Bei einem Reibekuchen- essen im Hotel Drosten in Bergisch Born blickten die Sänger zurück auf ihr Jubiläumsjahr "175 Jahre Rem- scheider Männerchor Germania".
Zum Klönen gab es dabei mehr als genug. Schließlich hatte der Chor 2015 zur Feier des besonderen Geburtstags ein pickepackevolles Programm absolviert: zweimal „27 Jahre Remscheid knatsch verdötscht“ im Remscheider Karneval, Jubiläumsempfang im BAB-Hotel, Jubiläumskonzert im Vaßbendersaal. Benefizkonzert für das Kinderhospiz Burgholz mit einem Reinerlös von 3 500 Euro und zuletzt zwei Weihnachtskonzerte in der Lutherkirche und in St. Bonaventura.
Und als wäre das nicht genug, erinnerten sich die Mitglieder an das, was eben auch im Jahr 2015 zum Chorleben dazu gehörte. Wie die gemeinsame Tour an die Ahr samt Planwagenfahrt, Wein- probe und - wie sollte es anders sein - Ständchen inmitten der Weinberge.
Nicht zuletzt nutzte der Chor den Rahmen des Reibekuchenessens, um verdiente Mitglieder zu ehren. Rudolf Renelt feierte sein 40-jähriges im Chor Germania und dem Chorverband NRW, Paul Jürgen Sauer hat seit einem Vierteljahrhundert Spaß am Chorgesang.


Artikel Bergische Morgenpost v. 15. Dezember 2015
Hundert Kehlen singen Händel

Konzert des Männerchores Germania und des Remscheider Frauenchores.

VON CRISTINA SEGOVIA-BUENDIA

Mit einem fabelhaften Weihnachtskonzert vor gut 300 Besuchern in der katholischen Kirche St. Bona-ventura, verabschiedeten sich am Sonntag die sangesfreudigen Damen und Herren des Märmerchores Germania und des Remscheider Frauenchores von diesem Jahr und stimmten auf die kommenden Festtage ein.
Es war ein imposantes Bild, was sich den zahlreichen Besuchern des Gotteshauses in Lennep bot: Nicht nur die Bänke waren mit hunderten von Gästen üppig besetzt. Im Altarraum der Kirche hatten sich zu Beginn des Konzertes beide Chöre aufgestellt, sodass über 100 Damen und Herren feierlich in Kostüm und Anzug dem Publikum,wie eine undurchdringliche Wand, entgegenstanden. Das allein machte schon einen überwältigenden Eindruck. Als sie unter der Leitung von Musikdirektorin Claudia Rübben-Laux zu singen begangen, herrschte bei den Zuschauern absolute Stille. Nahezu ehrfürchtig lauschten sie dem stimmgewaltigen Chor, der mit Händels „Freuet euch all“, von Peter Bonzelet an der Orgel begleitet, das mehrstündige Konzert eröffhete. Was folgte war ein wahres Fest und ein musikalischer Hochgenuss.
Im Kirchenschiff schallten die Stimmen prächtig. Engelsgleiche Sopranstimmen harmonierten himmlisch mit den tieferen Alt, Bass und Tenorstimmen und erzeugten eine wohlige Atmosphäre.
Sie weckten mit traditionelleren Weihnachtsliedern, wie „Macht hoch die Tür“, „Leise rieselt der Schnee" oder „Kling Glöckchen", Nostalgie und Freude und regten bei flotteren, meist englisch- sprachigen Stücken, zum Mitwippen und Klatschen an.
Letztere kamen beim Publikum besonders gut an, Männer und Frauenchor sangen nicht nur gemeinsam, sondern bekamen auch Gelegenheit, alleine für sich zu glänzen. Eine Chance, die sie unüberhörbar gut zu nutzen wussten. Das schön gestaltete Programm wurde schließlich von vier talentierten Gastmusikern komplettiert.

Die „Fourddlers", Ariane Böker Daniel Marsch, Steffi Hölzle und Ecki Schwandke, verliehen dem Konzert mit ihren weihnachtlichen Stücken an Geige und Akkordeon einen internationalen Hauch. Sie spielten traditionale Werke aus Spanien, Schweden, Ungarn, Deutschland, der Schweiz und Russland. Auch sie begeisterten das Publikum mit ihrer Virtuosität, sowohl instrumental als auch gesanglich.
Ein rundum gelungenes Konzert, abwechslungsreich, schön, besinn- lich und freudig. Qualitativ hoch- wertig, wie es die Remscheider von ihren Meisterchören auch gewohnt sind.


Artikel rga v. 14. Dezember 2015

Konzert regt zum Nachdenken an

Zwei Chöre übertrugen die Weihnachtsgeschichte in die Gegenwart.



Von Daniel Diekhans
In der Adventszeit steckt Musik drin. Das diesjährige Gemein-schaftskonzert des Frauenchors Remscheid und des Männerchors „Germania“ beeindruckte am Freitagabend nicht nur durch großartige Stimmen und Gäste wie die Folkband „Four Fiddlers“. Das Konzert „Bald wird Weihnacht sein“ in der Lutherkirche sprach zugleich auch Dinge an, die das ganze Jahr über die Menschen bewegen.
Heinz-Georg Hüster, Vorsitzender der „Germania“, übergab einen Scheck über 3500 Euro an Kerstin Wülfing vom Kinderhospiz Burgholz. „In etwas größerer Form, damit es auch alle sehen.“ Es war der Erlös des Benefizkonzerts, das der Männerchor zu seinem 175. Geburtstag Anfang November zugunsten des Hospizes gegeben hatte. „Großartig!“ Wülfing war gerührt. Solch eine große Summe - das könne sie immer noch nicht ganz fassen.
Friedhelm Krämer, langjähriger Pfarrer der Luther-Kirchengemeinde, lenkte den Blick auf das Thema Flüchtlinge, das eng mit der Weihnachtsgeschichte verbunden sei.

Auch aktuelle Themen wurden nachdenklich aufbereitet

Nachdem 110 Chorsänger unter der Leitung von Claudia Rübben-Laux den Abend mit einem wunderschönen „Freuet euch all“ eröffnet hatten, trat Krämer ans Rednerpult. Er zeigte Figuren von Joseph, Maria und dem kleinen Jesus. Es gehe darum, auch bei den Flüchtlingen die Menschen hinter den Zahlen zu sehen.
So stimmgewaltig wie der große Chor begonnen hatte, setzte er sein Programm auch fort. Angespomt von Peter Bonzelets Orgelspiel, trug er beschwingt „Bald schon wird Weihnacht sein“, das dem Abend den Namen gab, vor.
Am Ende durfte ein Lied nicht fehlen: Wenn ich ein Glöckchen wär. „Wollen Sie das wirklich wieder hören?“, fragte Claudia Rübben-Laux ins Publikum. Natürlich! Also sang Rübben-Laux ihren Favoriten mit glockenhellem Sopran - und erntete dafür einen Riesenapplaus.


Artikel rga v. 10.11.2015
Gäste krönen Germania-Konzert

Benefizveranstaltung des Remscheider Männerchors im Rahmen seines Jubiläumsprogramms.



Von Sabine Naber

Zum Jubiläumsprogramm des Remscheider Männerchores Germania, der in diesemjahr seinen 175sten Geburtstag feiert, gehörte neben einem Festempfang im März und einem Jubiläums- konzert im Juni auch ein Benefizkonzert zugunsten des Kinderhospizes Burgholz am Sonntagabend in der Lutherkirche.
Die rund 50 Sänger um ihre Chorleiterin Musikdirektorin Claudia Rübben-Laux hatten sich noch Gäste zu diesem ganz besonders stimmungsvollen Konzert eingeladen. Das Kinder-und Jugendorchester „Moments of Music“ unter der Leitung von Monika Biskupek, der Bass-Sänger Dietrich Kämmler und Peter Bonzelet am Klavier und an der Orgel bereicherten ebenfalls diese beiden Stunden voller wunderbarer Musik. Die Kirchenbänke waren schnell besetzt, zahlreiche Zuhörer verfolgten das Geschehen im Altarraum aber gerne auch von der Empore aus.
Heinz-Georg Hüster, der Vorsitzende des Chores begrüßte die Gäste, unter ihnen auch Ober- bürgermeister Burkhard Mast-Weisz, und erinnerte daran, dass an diesem Abend an die Kinder gedacht und für sie gesungen wird. Mit „Ein neues Lied singt Gott dem Herrn“ zeigten die Sänger gleich zu Beginn, wie schön und ausgewogen es klingt, wenn Stimmkraft und Ausdrucksstärke vorhanden sind.
Sensibel reagierten die Sänger auf Claudia Rübben-Laux engagiertes Dirigat. Ob bei den mitreißend kraftvoll gesungenen afrikanischen Liedern, die rhythmisch sehr gekonnt von drei Trommlerinnen untermalt wurden, oder dem a-capella gesungenen, sehr berührenden „Stern, auf den ich schaue“ - es war schön, der Germania zuzuhören.


Vom Zauberer von 0z bis Cohens Halleluja

Ein Genuss war es auch, den vielen jungen Musikern zu lauschen, deren Programm so vielfältig ist. Das Orchester spielte populäre Stücke wie beispielsweise „Somewhere over the Rainbow“ oder John Lennons „Imagine“, aber auch jüdische Weisen wie „Kennst du das alte Lied“ oder Leonhard Cohens wunderbar melodischen Song „Halleluja“. Monika Biskupek hatte die Stücke für ihr Orchester bearbeitet und begleitete die Musikerinnen und Musiker sehr einfühlsam am Klavier.
Einen Superapplaus vom Publikum bekamen auch die beiden jungen Sängerinnen Lorena Warkentin und Tessa Pyschik, die mit ihren hellen, glockenklaren Stimmen ihre Zuhörer begeisterten.
Besinnlich wurde es, als Dietrich Kämmler mit seiner sonoren, raumfüllenden Bassstimme zunächst „Every Time I feel the Spirit“ sang und dann „Go down Moses“, wobei er von den Chor-Sängern einfühlsam unterstützt wurde. Zum Schluss setzte sich Peter Bonzelet, der bis dahin am Piano begleitet hatte, an die Orgel und der Solist und die Sänger erfüllten mit Jerusalem“ das Kirchenschiff mit wunderbarem Gesang.


Artikel rga v. 29 06.2015

Germania feiert mit Niveau

JUBILÄUM Männergesangsverein lädt Publikum zum „Rudelsingen" ein.


Von Sabine Naber
Wundervoll beschwingt und auf hohem Niveau feierte der Männergesangsverein „Germania" sein 175stes Jubiläum gestern Vormittag im Vaßbendersaal am Remscheider Markt. Es war ein abwechslungsreiches und vielseitiges Programm, das Claudia Rübben-Laux - MGV-Vorsitzender Hans-Georg Hüster nannte sie in seiner Begrüßung „unsere charmante, von allen geliebte Chorleiterin"- zusammenge hatte.
Die Gäste der Jugendfeuer Radevormwald unter Leitung von Regina Nickisch bereicherten das Konzert mit Melodien aus Musicals wie „Les Miserables" oder Filmen wie „Pirates of the Caribbean". Nach Stücken von Friedrich Silcher und dem a capella gesungenen und von Hermannjosef Rübben bearbeiteten „Und wieder blü die Linde", erklärte die Dirigentin: „Jetzt wollen wir mal gucken ob wir was zusammen singen können."
Im Chor singen sei ja nicht mehr modern, man würde in der Kneipe oder im Rudel singen. „Kneipe haben wir hier nicht, aber Rudel sind wir ja", meinte sie lachend und stimmte nach einem kleinen Vorspiel von Professor Werner Kämmerling am Klavier das Volkslied „Wenn alle Brünnlein fließen" an. „Später mehr", versprach Claudia Rübben-Laux nachdem sie festgestellt hatte, dass Remscheid ein Pflaster fürs Rudelsingen sei.

Bei „Marmor, Stein und Eisen bricht" bilden Publikum und Sänger Chor
Kraftvoll und temperamentvoll sang der Chor das Lied „Timokwein". Wunderschön gelang den Sängern mit ihren bestens ausgebildeten Stimmen auch „Heißa Kathreinerle".
Dass sich Songs der Beatles ausgesprochen gut für Männerchöre eignen, bewies der Chor mit dem stimmungsvoll gesungenen „Yesterday". Viel Applaus auch für Harry Belafontes „Island in the sun", das auch in deutscher Sprache wunderbar klingt. Und dann hieß es bei „Marmor, Stein und Eisen bricht" wieder „alle gemein". Das Publikum im voll besetzten Saal bildete mit den Sängern, einfühlsam begleitet von Professor Kämmeling, einen hörenswerten, großen Chor.
Bekannte Udo-Jürgens-Lieder wie „Griechischer Wein" folgten, bevor die Jugendfeuerkapelle mit „The Irish dancemaster" begeisterte. Fünf Strophen von „Mer losse de Dom en Kölle" sangen Chor und Zuhörer dann wieder gemeinsam. Ein tolles Konzert.


Artikel bm v. 29 06.2015
„Never walk alone" - Hymne zum Jubiläum

Beim Jubiläums-Konzert des Remscheider Männerchors zum 175-jährigen Bestehen im Vaßbender- saal wurden die Plätze knapp.

VON SUSANNE KATTERWE

REMSCHEID Mit dunklem Anzug und roter Krawatte begingen die Herren des Remscheider Männerchor „Germania ihr Jubiläum. Der Chor blickt mit einer Konzertreihe auf 175 Jahre voller Musik und Spaß zuück. So füllten die Stimmen von rund 50 Sängern gestern den Vaßbendersaal und wurden ihrem Motto: „175 Jahre und kein bisschen leise" gerecht.
In einem kurzweiligen Programm lieferte Germania Lieder aus ihrem Repertoire, darunter viele traditionelle deutschsprachige, aber auch einige englische Hits, wie die bekannte Fußballhymne „You never walk alone" oder das Kultlied „Yesterday" von den Beatles. „Wir sind immer bereit, Neues auszuprobieren, gerade in der heutigen Zeit", sagt Musikdirektorin Claudia Rübben-Laux, die seit knapp 20 Jahren den Chor leitet. Und das Neue kam genauso gut im vollbesetzten Saal an wie das Klassische. Bei „Marmor Stein und Eisen bricht" und „der kleinen Kneipe" sangen und schunkelten die Zuschauer mit. „Remscheid ist ja ein Pflaster zum Rudelsingen wie ich merke", kommentiert Rübben-Laux. Während die Männer hinter ihrer Chorleiterin passend zum Liedtitel beweisen, dass man auch „mit 66 Jahren noch im Schuss" ist und flotte Rhythmen singen kann. Denn in den vergange Jahren wurde Germania bereits zweimal zum Meisterchor im Chorverband gekürt.
Neben der Klavierbegleitung durch Prof. Werner Kämmerling sorgte das Blasorchester der Feuerwehr Rade für instrumentale Begleitung. Im Wechsel mit dem Chor zeigten auch sie einige Stücke unter der Leitung von Regina Nickisch. „Wir nutzen gerne diese Gelegenheit, uns über die Stadtgrenzen Rades hinaus zu präsentieren", berichtete sie.
Das einzige, was dem Chor zusetzte, war die große Hitze im vollen Saal. Doch in einer erprobten Gemeinschaft wie dem Männerchor teilt man sich ein paar Gläser Wasser und macht diszipliniert weiter. So waren alle am Ende erleichtert, als sie sich auf dem  Kirchplatz mit kühlen Getränken und Gegrilltem stärken Konnten. Das Beisammensein wurde weiter musikalisch vom Blasorchester begleitet.



Artikel bm v 03. 03.2015
Ein guter Ton macht einen guten Namen

Der Remscheider Männerchor Germania feierte seinen 175. Geburtstag. Oberbürgermeister Mast-Weisz gratulierte.


VON BERND GEISLER

Wenn am Ende einer Veranstal- tung die Menschen im proppen- vollen Saal das Bergische Heimat- lied singen, dann muss die Veran- staltung zur vollsten Zufriedenheit aller vonstattengegangenen sein. Genau so lief der Jubiläumsempfang „175 Jahre Remscheider Männerchor Germania" (MC) im Bergischen Saal des BAB-Motels Remscheid an der Eschbachtalsperre über die Bühne. Mehr noch: „Ich spürte während der gesamten Zeit eine Gänsehaut", sagte Gast Matthias Jürgens, Vorsitzender des Quartettvereins „Blüh-Auf aus Wermelskirchen-Grü- nenbäumchen, nach dem Ende dieser Geburtstagsfeier. Wie ihm wird es vielen Gästen und besonders den Aktiven ergangen sein: Emotionen bestimmten dieses Jubiläum.
175 Vereinsjahre sind schließlich kein Pappenstiel. Hätten sich das die acht Vereinsgründer im Jahr 1840 träumen lassen? Diese Frage stellte der erste Vorsitzende Heinz-Georg Hüster in seiner Begrüßung. Wenn diese acht Sänger das jetzige Eingangslied des MC „Schäfers Sonntagslied" gehört hätten, ihnen wäre augenscheinlich wie den meisten der andächtig Zuhörenden im Saal das Herz aufgegangen. In diesem Lied (Klavier: Professor Werner Kämmerling) steckte alles drin, was exzellente Chormusik ausmacht: schwellende Dynamik in Lautstärke und Tempo, Präsenz in jeder Silbe, Reinheit in jedem Ton und ein Charisma der Vielstimmigkeit, das jeden in seiner beinahe titanischen Wirkung in seinen Bann zog. Bariton
Dietrich Kämmler lieferte den gefühlsmäßigen Höhepunkt. Er erzählte sichtlich bewegt vom Auftritt des Chors in Leningrad (heute: St. Petersburg), bei dem ein russischer Soldat dem Chor eine weiße Nelke überreichte. Danach sang er zusammen mit dem MC das georgische Lied „Suliko“. Eingebettet in quirligen Fiedelmusik-Beiträgen des Quartetts „Four Fiddlers" betonten alle Festredner - OB Burkhard Mast-Weisz, Klaus Springenberg, Präsidiumsmitglied im Chorverband NRW, und Hans Günter Rose, Vorsitzender des Chorverbandes Bergisch Land, - die Bedeutung des MC für ein lebendiges Kulturleben und dankten dem Chor für sein Engagement. „Der Chor hat es geschafft, aktuell zu bleiben', sagte Mast-Weisz. Er pflege nicht die Asche der Vergangenheit, sondern bewahre die Glut der Gegenwart für das Feuer in der Zukunft, betonte Springenberg. Der MC habe vorbildlich Geschichte geschrieben, als er eine Frau, Claudia Rübben-Laux, zur Dirigentin auswählte. Sie werde vermutlich auch die zukünftige musikalische Leiterin des Chorverbandes NRW werden. Rose übergab die Gratulationsurkunde des Chorver-bandes mit den Worten, dass der Chor sich stets nicht nur um einen guten Ton bemühe, sondern auch für einen guten Namen sorge. Mit der Stimmung dieses Festaktes werde man in 25 Jahren die „200" feiern.


Artikel rga v 02. 03.2015
Germania schlägt die Brücke

175 Jahre Chor erfreut seine Jubiläumsgäste mit Gesang, Fiedlern und einer gehörigen Portion Humor.


Von Axel Richter


Remscheid
. Claudia Rübben-Laux hat es wohl nicht immer leicht mit ihren Männern. Das sagt jedenfalls Heinz Georg Hüster und der muss es als Vereinsvorsitzender der singenden Herren schließlich wissen. Gestern aber, vor den vielen Gästen  beim Festakt zur Feier von 175 Jahren Remscheider Männerchor Germania, folgten die Herren ihrer Chefin aufs Wort und auf jedes Handzeichen.
„Heute ist der Tag des Herrn“, erklang sodann des Schäfers Sonntagslied im BAB-Motel. Es folgten die traurige gregorianische Weise Suliko, das ergreifende Jerusalem mit Dietrich Kämmler als Solist, der Deutschmeister Regiments-Marsch und schließlich das Bergische Heimatlied, das alle mitsangen. Verstärkung fanden die Sänger beim Streicherquartett „Four Fiddlers“, das die Gäste auf eine musikalische Reise von Südschweden über das gerade besiedelte Nordamerika bis nach Bayern mitnahm.


Zum 200-Jährigen möchte auch der OB gern wiederkommen

So begingen die vielen Gäste am Vormittag ein Jubiläum, das in vielerlei Hinsicht bemerkenswert ist. Vor 175 Jahren gegründet, ist der Männerchor Germania mit Abstand der älteste Verein in Remscheid. Er prägte nicht nur das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt; er überstand auch Kriege und trug mit Reisen noch zu Zeiten des Kalten Krieges in den damaligen Ostblock zur Völkerverständigung bei.
Und heute? „Ist Chormusik noch aktuell?“, fragte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der die Laudatio hielt. In der Türkei, in der er jüngst die neue Städtepartnerschaft mit Kirsehir Unterzeichnete, singen die Menschen selbstverständlich mit, wenn im Restaurant ein Volkslied aus dem Radio klingt.
In Deutschland kommt es dazu eher nicht. Und doch: „Singen ist nicht out", befand das Stadtoberhaupt mit Blick auf das neue Phänomen „Rudelsingen“. „Und Chormusik ist nicht out, sondern lebendig, wenn man den Brückenschlag von der Tradition zur Moderne schafft“, hielt er fest: „Die Germania ist dafür ein gutes Beispiel.“
Claudia Rübben-Laux ist daran nicht unbeteiligt. Seit 1997 steht die studierte Sängerin und Musikwissenschaftlerin an der Spitze des Chores. Und nicht nur dort. Sie dirigiert unter anderem auch den Remscheider Frauenchor, der mit den Herren der Germania bei verschiedenen Anlässen gern gemeinsam auf der Bühne steht.
Weitere Aufgaben warten auf die temperamentvolle Musikerin: Klaus Springenberg, Präsidiums- mitglied im Chorverband NRW, der wie Hans Günter Rose, Vorsitzender des Chorverbandes Bergisch Land, zum 175-Jährigen ein Grußwort sprach, möchte sie als neue musikalische Chefin des Landeschorverbandes gewinnen.
Ihren manchmal nicht ganz einfachen Herren der Germania in Remscheid bleibt sie freilich erhalten. Schließlich hat Vorsitzender Heinz Georg Hüster das 200-Jährige bereits als nächstes stolzes Jubiläum ins Auge gefasst. 2040 käme es dazu. Laudator Mast-Weisz zeigte sich optimistisch: „Was das angeht, sagen Sie rechtzeitig Bescheid, wir kommen gerne wieder.“


Artikel bm v. 16 Feruar 2015

Party mit Kölsch und Chips im Kulturtempel

„Remsched Knatsch verdötscht“ bot im Teo Otto Theater wieder mal beste karnevalistische Unterhaltung mit abendfüllendem Programm.


VON STEFANIE BONA

Wenn einmal im Jahr Häppchen, Kölsch und Chips im Zuschauerraum des Teo Otto Theaters Einzug halten, ist Zeit für „Remsched Knatsch verdötscht". Zum 27. Mal luden der Frauenchor Remscheid und der Männerchor Germania zu ihrer traditionellen Karnevalsparty ein und boten wie eh und je ein fulminantes, abendfüllendes Programm. „Wir müssen uns beeilen, sonst sitzen wir noch hier, wenn morgen das zweite Konzert beginnt", verwies Chorleiterin Claudia Rübben-Laux am Freitagabend auf die nachfolgenden 40 Musikbeiträge und Büttenreden.
Voller Vorfreude erwartete das gut gelaunte Publikum zudem das Tanzkorps Kölner Rheinveilchen, das bei seinem Auftrittsmarathon an den tollen Tagen einen Stopp in Remscheid einlegte. Im 1960er Jahre Flower-Power-Look gewandet, gab das Vorsitzenden-Quartett die Parole für den Abend vor: „Jetzt geht die Party richtig los“, schlagerte es durch den Saal, wo sich auch die Partygäste in punkto Mummenschanz nicht hatten lumpen lassen. Da schunkelte etwa eine ziemlich gute Elvis-Kopie neben Scheichs, Piraten, Harlekins oder Sträflingen.
Wieder hatten sich die Protagonisten auf der Bühne mit der Dekoration sehr viel Mühe gegeben. Vor dem Hintergrund von vielen bunten Luftballons und wechselnden Lichteffekten boten die närrischen Choristen ein fröhliches Bild. Premiere feierten die „Namenlosen“, die erstmals im Rampenlicht standen. „Die Hände zum Himmel“ intonierte das Boygroup-Quartett und diese Aufforderung ließ die Stimmung im Saal erstmals so richtig hochkochen.
Die bekannten kölschen Gassenhauer brachten weiterhin das Publikum in Bewegung. „Polterovend en d’r Elsaßstroß“ trällerte der Frauenchor und „Unser Stammbaum“ schien den singenden Germanen wie auf den Leib geschneidert zu sein. „Eines der wichtigsten Karnevalslieder der Session", befand Claudia Rübben-Laux hinsichtlich der Menschen und Nationen verbindenden Botschaft des Bläck Fö-öss-Hits. Doch auch in der Bütt konnten die Karnevalisten aus den eigenen Reihen überzeugen. Anita Donsbach etwa schipperte gedanklich mit den Zuschauern über den Rhein, wobei das Schiff ob der schweren Last der „Rhein-Nixen“ Gefahr lief, in Seenot zu geraten.
Hardi, der Chorknabe, Hessmert gab einen amüsanten Jahresrückblick und vergaß dabei weder den Eurovisions-Song-Contest-Erfolg von Conchita Wurst noch das Pferd, das in Remscheid wegen Beißattacke auf ein Polizeiauto vor dem Kadi landete. Angelika Zapp-Sander war nach einjähriger Abstinenz als Büttenrednerin wieder präsent und skizzierte mit viel Humor das Rentnerdasein.
So boten die Remscheider Traditionschöre erneut ein Highlight im närrischen Treiben vor Ort. Das mit viel Liebe zum Detail auf die Beine gestellte und von einer munter aufspielenden Combo instrumental begleitete Programm unterhielt das Auditorium in zwei Vorstellungen wie in den Vorjahren aufs Beste. Remscheid Alaaf und Helau und ganz klar eine Rakete für die singenden Gastgeber!


Artikel rga v. 16 Feruar 2015
Hippies besingen die fünfte Jahreszeit

KARNEVAL
Der Theatersaal war nahezu ausverkauft: Zum 27. Mal hieß es „Remsched knatsch verdötscht“.




Von Sabine Naber

Von wegen, die Remscheider können keinen Karneval feiern. Wer das denkt, der wäre besser am Wochenende ins Teo Otto Theater gekommen, als es zum 27. Mal „Knatsch verdötscht“ hieß. Der Remscheider Frauenchor und der Männerchor Germania präsentierten unter der Leitung von Claudia Rübben-Laux wieder einmal ein tolles Kamevalskonzert.
Wer fantasievoller kostümiert war - die Sängerinnen und Sänger oder die Gäste im nahezu ausverkauften Theatersaal -schwer zu beurteilen. Einziger Unterschied: Die Chormitglieder wechselten ihre Verkleidung drei, vier Mal am Abend, sahen bei jedem Programmpunkt anders aus, während die Scheichs und Marienkäfer, die Clowns und Tänzerinnen im Publikum die Sektkorken knallen ließen und die Erdnüsse bereitwillig mit dem Nachbarn teilten.
Schon beim Potpourri „Am Eigelstein und drumherum“, das die Chöre mit Unterstützung der Kapelle gemeinsam sangen, stand der Saal Kopf. Die Gäste standen auf, schunkelten und sangen mit, genossen die tolle Stimmung. Und Claudia Rübben-Laux im Clownsfrack dirigierte zwischendurch auch den großen Chor im Theatersaal.

Einziger Programmpunkt von außen ist das Tanzcorps aus Köln

Als die Bütt auf die Bühne getragen wurde und Anita Donsbach äs Erste reinstieg, erzählte sie humorvoll vom frisch gegründeten Club „Wiewer über zweieinhalb Zentner“, die sich genüsslich selbst auf die Schippe nehmen. Als sie ihr Foto an den „Club der Einsamen“ geschickt hat, sei dieser mit den Worten „soooo einsam sind wir nun auch wieder nicht“ postwendend zurückgekommen.
Wie man sich fühlt, wenn man Rentner geworden ist, das schilderte Angelika Zapp-Sander als Mann mit angeklebtem mausgrauen Schnurrbart sehr anschaulich: „Als ich das 28. selbst gebastelte Vogelhäuschen im Garten aufstellen wollte, da hat mich meine Frau gefragt, ob ich eine Meise habe.“ Als dann die Zwitscherköppe „Mer losse d‘r Dom in Kölle“ anstimmten, waren die Gäste so stimmgewaltig dabei, dass Claudia Rübben-Laux eine Rakete für das tolle Publikum vorschlug: „Ran an die närrischen Gewehre“ hieß es, bevor das Tanzcorps der Kölner Rheinveilchen die Gäste nach der Pause mit beeindruckenden Würfen und tänzerischer Akrobatik verzauberte.
Das ist übrigens der einzige Programmpunkt, der von außen kommt. Alles andere stemmen die Sängerinnen und Sänger selbst, unzählige Proben gingen den beiden Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag voraus. Überaus gelungen!

Artikel rga v. 19. Januar 2015
Germania ehrt treue Mitglieder


Remscheid. Die Treue der Mitglieder zum Chorgesang ist einer der Garanten dafür, dass der Remscheider Männerchor Germania mit über 60 aktiven Sängern in diesem jahr das 175-jährige Jubiläum feiern kann. Am Samstag wurden unter dem Motto „ Singen ist ihr Leben!" für ihre Treue geehrt: Alfred Münch für 65 Jahre Singen im Deutschen Chorverband, Bernd Fischer für 60 Jahre, Friedei New für 40 Jahre, Klaus Brings und Rolf Langenbach für 25 Jahre. In der Germania singen Rolf Ledig seit 50 Jahren, Karl-Heinz Faßbender, Werner Ramb und Friedel New seit 40 Jahren sowie Klaus Brings, Ewald Klaas, Rolf Langenbach und Josef Wellkoff seit 25 Jahren

 
 
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