Artikel 2013 - Remscheider Männerchor Germania 1840 e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Artikel 2013

Pressestimmen

rga Artikel v. 2013_10-30
Remscheider Chor sucht die Sänger-Papas
GERMANIA Männerchor darf sich nach einer Prüfung nun Konzertchor nennen - und plant Neues.
Von Elisabeth Erbe

Vom Meisterchor zum Konzertchor aufgestiegen: Der Remschei-der Männerchor „Germania" hat die Konzertchorprüfung mit Note 1 bestanden.


Zur Chorarbeit gehören auch Ideen

Insgesamt vier Titel bestand der Traditionschor mit Bravour und darf sich ab sofort Konzertchor im Chorverband Nordrhein-Westfalen nennen. Eine 2000-Euro-Spende der Sparkasse kam den Sängern dabei zugute, denn die Vorbereitungen mit Probenwochenende hatten ihren Preis.

Vereinsvorsitzender Heinz Hüster ist stolz auf die Anerkennung, weiß aber, dass eine Auszeichnung nicht genügt, um einen Chor aufrecht zu erhalten. Eine Fusion mit einem anderen Chor stehe nicht zur Debatte. Für kommendes Jahr haben sich die Sänger aber etwas Besonderes ausgedacht. Zur Traditionsveranstaltung zu Karneval, „Rem-sched knatsch verdötscht", im Teo Otto Theater sind Kinder der Remscheider Grundschulen für einen 15-minütigen Auftritt als „Opening-Act" eingeladen.  Als Präsentations-Beispiel nennt der Vorsitzende das Thema „Dschungel". Die Kosten für Kostüme und Bastelmaterial übernimmt bis zu 500 Euro der Männerchor Germania. „Weil die Kinder nicht sich allein auf der großen Bühne des Teo Otto Theaters bleiben sollten, wäre es schön, wenn sich die Väter der Kinder zum Mitmachen bereiterklären könnten", wünscht sich Hüster. Proben wären jeden Montag um 19.45 Uhr im BAB Hotel an der Remscheider Talsperre. Zusätzlich ist noch ein Casting geplant. „Die Männer müssen aber nicht allein vorsingen", betonte Rübben-Laux mit Nachdruck.


rga Artikel v.
2013_08-13

Vorsingen muss niemand
RMC GERMANIA Bei den gemeinsamen Weihnachtskonzerten mit dem Remscheider Frauenchor steht die Tatort-Schauspielerin Christine Urspruch mit auf der Bühne.



Von Michael Albrecht
Die Zusammenarbeit zwischen dem Remscheider Männerchor „Germania" und dem Frauen chor Remscheid ist eine verlässliche Größe in der örtlichen Gesangsvereinswelt. Das belegen viele gemeinsame Konzerte und seit 25 Jahren die Karnevalsveranstaltung „Remsched knatsch verdötscht". Da versteht es sich von selbst, dass Frauenchor und Germania gemeinsam zu den Weihnachtskonzerten im Dezember einladen.
Da trifft es gut, dass Christel Urspruch, die Mutter der Schauspielerin Christine Urspruch, seit Jahren zu den Sängerinnen zählt. Für den Germania-Vorsitzenden Heinz-Georg Hüster lag es nahe, dass er bei der Suche nach einem Stargast für die Weihnachtskonzerte auch bei den Sangesfreundinnen vorfühlte. Mit Erfolg: Die gebürtige Rcmscheiderin Christine Urspruch, die in Wangen im Allgäu mit ihrer Familie lebt, reist im Dezember zum Familienbesuch ins Bergische, und um am 13. in der Lutherkirche und 15. in St. Bonaventura an den Konzerten mitzuwerken. Welche Texte Christine Urspruch im Wechsel mit den Gesangsvorträgen rezitieren werde, stünde noch nicht fest, sagt Hüster.
Der Germania-Vorsitzende freut sich, dass mit der Zusage der Tatort-Schauspielerin keine große Belastung für die Vereinskasse verbunden ist. „Ein kleines Honorar", sagt Hüster und ergänzt, dass mit der Kölner Agentur von Christine Urspruch die Übernahme der Reisekosten vereinbart sei.

Daß bereits Monate vor den eigentlichen Konzerten alles in trockenen Tüchern sein muß, ist der Normalfall. Für die Karne- valsveranstaltung im Teo Otto Theater würden die Verträge schon unmittelbar nach der Session für das nächste Jahr abge schlossen, erklärt Hüster.
Die „Stargäste" sind meist mit Garanten für gut besuchte Konzerte und damit entsprechende Einnahmen. Der RMC Germania mit seinen 62 Sängern benötigt rund 15.000 bis 20.000 Euro im Jahr, um seine Aktivitäten zu finanzieren. Dazu gehöre das Ho norar für Chorleiterin Claudia Rübben-l.aux, die auch beim Frauenchor den Taktstock hält.
Die Proben für die beiden Weihnachtskonzerte haben noch nicht begonnen. Stichtag dafür ist der 19. Oktober. An diesem Tag erwartet den Männerchor eine besonders schwere Prüfung in Bad Laasphe. Die Sänger möchten als Konzertchor des Chorverbandes NRW anerkannt werden und streben damit nach der Meisterchorgraduierung die nächst höhere Auszeichnung an.
Der nächste Auftritt beider Chöre steht am 7. September an. Die Remscheider wirken gemeinsam mit 17 Ensembles an der Nacht der Chöre in der Wuppertaler Stadthalle mit.
In Remscheid fehlt es an geeigneten Konzertsälen. Heinz-Georg Hüster und seine Sangesfreunde sind ständig auf der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten. Es fehlten leider in Remscheid geeignete bezahlbare Konzertsäle. Das Teo Otto Theater sei zu teuer, obwohl die Stadt Rem scheid ihnen bei „Knatsch ver dötscht" schon entgegen komme. Deshalb habe sich der Chor unter anderem auch für sein Jahreskonzert Anfang Juli für das Lüttringhauser CVJM-Haus entschieden. Dort könne die Verköstigung der Konzertbesucher besser gelöst werden, als bei Veranstaltungen in der Sophie-Scholl-Gesamtschule. Schließlich trügen auch die daraus resultierenden Einnahmen zur Finanzierung der Chor-Unternehmungen bei.
Heinz-Georg Hüster wünscht sich, dass die Remscheider Chöre näher zusammenrücken und nicht nur im eigenen Saft schmoren. Er hat vor allem die Werkschöre im Blick. Denn fast alle Ge- sangsvereine haben ein Grund problem: Es mangelt an Nachwuchs. Beim RMC Germania liege der Altersdurchschnitt bei 67 Jahren, sagt Hüster.
Das Interesse jüngerer Leute für den aktiven Chorgesang zu wecken, ist ein schweres Unter- fangen, das weiß Hüster aus zahlreichen Versuchen. Dabei könne man einfach ab dem 26. August wieder zu den montäglichen Proben ins BAB-Hotel (20 Uhr) kommen und mitsingen.
„Niemand muss vorsingen oder Noten lesen können", sagt Heinz-Georg Hüster. Die erfahrene Dirigentin und Opernsängerin Claudia Rübben-Laux finde für jede Stimmlage den richtigen Platz im Chor.


rga Artikel v.
2013_07-02
Germanias gelungene Premiere



INTERNATIONALER FR
ÜHSCHOPPEN Spanische Eltern, Balalaikas und Spielmannszug: Lüttringhauser hatten eingeladen, einmal über den Tellerrand zu blicken.

Von Sabine Naber
Mit seinem ersten Internationalen musikalischen Frühschoppen" hat der Remscheider Män- nerchor Germania" offensicht lich den Geschmack seines Publikums getroffen.
Rund 300 Gäste waren in den Saal des CVJM-Heims gekommen, ließen sich von den Sängern über dreieinhalb Stunden mit Getränken verwöhnen und bekamen ein abwechslungsreiches, vielseitiges Programm geboten. Heut' vergessen wir die Sorgen", mit diesem Lied stimmten die Sänger unter der Leitung ihrer Dirigentin Claudia Rübben-Laux ihre Zuhörer ein, zeigten einen Querschnitt ihres großen Repertoires. Ob Und wieder blühet die Linde" oder Köln am Rhein du schönes Städtchen", die Gäste ließen sich gerne auf diese musikali sche Reise mitnehmen.
Unser Ziel ist es, mal über den Tellerrand, zu gucken und zu zeigen, dass es neben den Män- nergesangvereinen noch viele andere Chöre, Tanzgruppen oder auch Orchester in Remscheid und Umgebung gibt", erklärte Heinz Hüster, der als Vorsitzender der Germania die Gäste begrüßte. Gerne würde man so einen Frühschoppen auch im nächsten Jahr vorbereiten. Dann mit anderen Teilnehmern.
Der Spielmannszug Remscheid" war auf der Bühne in Lüttringhausen ebenso zu Gast wie der Spanische Elternverein" und der Quartettverein Blüh Auf".
In ihrer schönen bunten portugiesischen Tracht  tanzten die Os Campinos" temperament voll und zeigten die vielen schnellen Schrittkombinationen perfekt. Selbst die jüngste Tänzerin - sie war gerade mal zwei Jahre alt - machte prima mit, stemmte die kleine Hand in die Hüfte und schwenkte ihr weißes Tüchlein schon fast so professionell wie die Großen. Begeisterter Applaus der Zuhörer, als alle gemeinsam den Abschiedsmarsch" tanzten.
Mit Pop- und Gospelsongs im Gepäck war die Chorgemeinschaft Modem Generation" aus Hückes- wagen angereist. Mit ihren farbenfrohen Blusen und T-Shirts boten sie ein buntes Bild als sie mit musikalischer Untermalung Under the Moon of Love" starteten. Das Balalaika-Orchester Druschba" aus Lennep lud zu einer Folklore-Reise durch Russland ein und Afrikan Groove" entführte die Zuhörer ins Land der Trommeln.
Und zwischendurch hieß es in Richtung Publikum: Und jetzt wieder Sie!" Claudia Rübben-Laux gab vom Klavier aus die Richtung vor: Die Damen singen die erste Strophe, die Herren die zweite und die dritte alle gemeinsam." Und schon ging es mit Horch, was kommt von draußen rein". Eine Premiere des Internationalen musikalischen Frühschoppens", die den Sängern der Germania" gelungen ist.


wz Artikel v. 2013_04-26 Männerchor weckt schönste Heimatgefühle

Von Martha Kluka

Cronenberger Sänger überraschten und begeister- ten das Publikum mit Bergischem Platt.
Wuppertal. Nicht immer lässt sich alles verstehen, was der Chor im großen Saal in der Stadthalle singt, aber das Publikum genießt es. Denn die Akustik im Raum stimmt, und eine fremde Sprache ist es nicht, in der gesungen wird. Ganz im Gegenteil: Es ist das Bergische Platt. Mehr als 600 Zuhörer kamen in die Stadthalle, um den Cronenberger Männerchor mit Unterstützung des Remscheider Männerchors zu erleben.

Frühlingskonzert ist ein voller Erfolg - mit Unterstützung aus Remscheid
Heimatliche Melodien stehen auf dem Programm, denn der Chor hat sich zum Ziel gesetzt, Kultur und Tradition zu erhalten. So haben die Sänger ganz bewusst Lieder aus der bergischen Heimat für das Konzert gewählt. Die Männer in bordeauxfarbenen Jacketts und Fliegen singen Heimatgefühle herbei. Ob mit dem Lied „Wo silberhell die Bächlein fließen" von Ernst Hansen oder „Dort wo die alten Eichen ragen" von Willi Schöneweiß: Die Cronenberger erwecken in der Stadthalle musikalisch eine erholsame, friedliche Welt, die einer Wanderung durch die Natur des Bergischen Landes gleicht.
Der Höhepunkt der heimatlichen Einstimmung ist das „Bergische Heimatlied" von C.J. Brambach. Dafür stehen die beiden Chöre gemeinsam auf der Bühne. Am Ende des Lieds heißt es: „Du bergische Heimat, wie bist du so schön." Und das Publikum stimmt mit freudigem Beifall zu.
Die Remscheider Sänger haben sich etwas Besonderes einfallen lassen: Sie singen ihre Lieder auf Remscheider Platt. Chormitglied Horst Untertitel stellt die Lieder und ihre mehr als 150 Jahre alten Geschichten vor. Er erzählt von einem Liebespaar. Der Freund einer jungen Dame fordert sie - vor ihrem Elternhaus stehend - auf, zu ihm herunterzukommen, und ruft: „Minna, Minna komm eronger!"
Die Zuhörer amüsieren sich. Hier und da fragen sie sich gegenseitig zwischen den Liedern: „Und, hast du was verstanden?" Philomena Kühn kommt nicht aus dem Bergischen Land und ist froh über die Erläuterungen, denn der Gesang gefällt ihr. „Ich finde die Lieder sehr schön!", schwärmt sie.
Ob „Ut auler Tiet" oder „Geän denk ech an de Tiet teröck": Hannelore Küll aus Cronenberg versteht die Texte der Remscheider. „Ich gehöre ja zu der Generation, die noch Platt spricht, und finde es schön, heimatliche Lieder zu hören", sagt sie.

Vertonte Gedichte und klassische Melodien
Fröhlich und gefühlvoll zugleich ist der Abend für viele Gäste. Auch die von Michael Schmoll vertonten Zitate von Goethe, Kafka, Luther und anderen - zu Themen wie Musik und Zeit -kommen beim Publikum gut an.
Claudia Rübben-Laux leitet nicht nur den Remscheider Männerchor, sondern singt auch selbst. Die Gesamtleitung hat Artur Rivo und nach dem modernen Teil schließt der Cronenberger Männerchor das Konzert mit klassischen Melodien ab. In Erinnerungen schwelgend bedankt sich das Publikum beim Chor mit viel Applaus.


Cronenberger Zeitung Artikel v. 2013_04-24 Lieder der Heimat

Der von Artur Rivo geleitete Cronenberger Männerchor lud am Sonntag zu seinem Früh- jahrskonzert 2013 in die Wuppertaler Stadthalle ein. Als Gäste waren die Sänger des Remscheider Männerchors Germania, unter der Leitung von Claudia Rübben-Laux, mit von der frühlingshaft- fröhlichen Partie.
Dabei   zeigte  die muntere  Sängerschaft, dass der Chorgesang im Bergischen nicht  nur eine lange Tradition hat, sondern auch heute noch aktiv ist und für Sänger und Zuhörer gleichermaßen belebend wirkt. "Lieder der Heimat" war der Chor-Abend überschrieben und so erlebten die Gäste in Wuppertals Historischer Stadthalle am Johannisberg einen überaus  unterhaltsamen Rahmen mit viel Bekanntem, mit Neuem und Liebgewonnenen, stimmungsvoll arrangiert und kraftvoll vorgetragen von den Sängern der beiden bergischen Chöre.


rga Artikel v. 2013_02-11 Blötschköppe ziehen weiter

KNATSCH VEROÖTSCHT Vier Stunden lang Musik und Tanz mit Band, Solisten, Gruppen und Büttenrednern aus den eigenen Reihen.



Von Sabine Naber

Wenn im Theatersaal das Sandmännchen Sekt aus dem Pappbecher trinkt, der dicke Obelix herz­haft ins Mettwürstchen beißt und der Herr im Frack ein Schüsselchen Kartoffelsalat auf dem Schoß festhält, während auf der Bühne im Teo Otto Theater ein tolles Programm geboten wird -dann haben der Frauenchor Remscheid und der Männerchor „Germania" zu ihrem knatsch verdötschten Karnevalskonzert eingeladen.

Gäste waren von Anfang an begeistert

Und auch zu ihrem 25jährigen Jubiläum konnten sich die beiden Chöre, am Freitag und Samstag über ein volles Haus und Gäste freuen, die von Anfang an begeistert dabei waren. Schon bevor die Sängerinnen und Sänger den ersten Ton anstimmten, war die Stimmung bei den beiden Aufführungen Freitagabend und Samstagnachmittag prächtig. Und als es dann hieß „Heidewitz-ka, Herr Kapitän" und die singenden Karnevalisten in ihren bunten Kostümen auf die mit Trauben von Luftballons ge­schmückte Bühne kamen, da war das der Startschuss für rund vier Stunden lang Musik und Tanz mit Band, Solisten, Gruppen und Büttenrednern aus den eigenen Reihen.
Als „Stargäste" ließen die „Kölner Rheinveilchen" die Beine und Röcke fliegen und es war ein Genuss, dieser munteren Truppe zuzusehen, wenn sie beispielsweise zur Musik von „Kölle jebütz"
über die Bühne wirbelte, tolle Hebefiguren zeigten und die Mädels fast bis zur Decke hochgewor- fen wurden. Klar, dass es dafür eine Rakete gab.
Im bunten Clownsfrack führte Musikdirektorin Claudia Rüb-ben-Laux gewohnt launig durch das Programm und staunte, als sich das jecke Publikum beim Mitsingen äußerst textsicher zeigte: „Sie können das ja alles. Ich frag' mich nur, warum Sie nicht mal montags zu uns zur Probe kommen. Was machen Sie denn eigendich sonst um diese Zeit", wollte sie mit einem Augenzwinkern wissen.

Wann die Diät - vor oder nach dem Essen?

Aber um den Nachwuchs muss sich der Frauenchor wohl ohnehin nicht sorgen. Das bewiesen die fünf Teenies, die mit dem Lied „Schenk mir heut' Nacht dein ganzes Herz" herrlich unbeschwert und fröhlich als Solistinnen auftraten. Und Anita nahm ihre Büttenrede wörtlich, stieg in eine echte Zinkwanne und erzählte vom Bruder, der abnehmen will, aber nicht so genau weiß, wie: „Wann nimmt man eigendich die Diät - vor oder nach dem Essen?"
Ob die Blötschköppe mit der Karawane weiterziehen, die zwei kölschen Jungs mit Hawaihemd und Sandalen vom Ballermann träumten, Oma und Enkelin gemeinsam den Besuch im Zoo Revue passieren ließen oder die Zwitscherköppe „Sulang mer noch am lääve sin" sangen - ein närrischer Höhepunkt nach dem anderen ließ die Stunden wie im Flug vergehen.
„Ich komme seit vielen Jahren hierher. Und es ist jedes Mal beeindruckend, was hier gezeigt wird", lobt eine Zuschauerin mit buntem Kopfschmuck und blinkendem Herzchen am Revers das Programm, für das die Sängerin­nen und Sänger bereits seit November proben. Immer wieder begeisterter Applaus für dieses Highlight im Remscheider Karneval, das längst Kultcharakter hat.


bm Artikel v. 2013_02-11 Theatersaal tobt bei Männerballett und Gags

Ausgelassene Stimmung herrschte im Teo Otto Theater bei der Karnevals-Veranstal- tung „Knatsch verdötscht". Die Chöre packten Büttenreden, Musik und Tanzdar- bietungen ins Programm.

Silberjubiläum der jecken Chöre

Veranstalter-Duo „Remsched knatsch verdötscht" wird seit 25 Jahren veranstaltet vom Frauenchor Remscheid und dem Remscheider Männerchor „Germania".
Im Doppel Zu den beiden Karnevalsveranstaltungen strömen die Jecken stets in großer Zahl.


VON BERND GEISLER

REMSCHEID „Da simmer dabei! Dat is prima! Viva Colonial" - mit diesem Hit der „Höhner" stand von Anfang an der komplette Saal des Teo Otto Theaters Kopf. Die Narren sangen, schunkelten und schaukelten bis zum Abwinken. Sie wedelten mit den Armen und schwenkten Rasseln und Fähnchen, wippten mit den Füßen, reckten die Hälse und drehten die Hüften. Auch die Stimmbänder und restiichen Körperteile gaben alles.
Einen Tag später wird so mancher Jeck Muskeln, Sehnen und Bänder gespürt haben, von denen er vorher nicht einmal wusste, dass er sie hat. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: Das Teo Otto Theater steht nicht in Köln! Es ist Remscheids Vorzeige-Kulturtempel. Doch einmal im Jahr zur Karnevalszeit lassen Remscheider Chöre den Gürzenich in Köln alt aussehen. „Remsched knatsch verdötscht" lautet das Motto des Spaß-Programms. Und nahezu jeder Remscheider Narr, der etwas auf sich hält, ist dabei. Natürlich nicht ohne entsprechende Verpfle- gung: Sekt und Selters, Wein und Kölsch sind ein Muss. Sowie Kottenbutter, Frikadellen, Käsewürfel, Schnittchen, Kartoffelsalat, Würstchen, Salamibrötchen und was Hausfrau sonst noch alles produzieren kann: Niemand muss darben.
Jedes Kostüm - kreativ wie immer - war gut vertreten, darunter: Teufel(in), Riesenbaby, See- mann, Hexen in Grün und Schwarz, Indianerin, Serviermädel, Engel (auch in Schwarz), Blumenzwiebel, Erdbeere, Biene, Käfer, Scheich, Obelix, Harlekin und Schornsteinfeger.
Selbstredend war das Programm auch nicht zu verachten. Sämtiiche bekannten kölschen Karnevalslieder rissen die Menge von den Stühlen, die (Bütten-)Reden zündeten „Raketen" und die artistischen Glanzleistungen der Tanztruppe „Kölner Rheinveilchen" sorgten bei den Jecken für staunend offene Münder. „Die Stimmung ist so gut wie in Köln, aber hier sorgt das Heimatgefühl für größere Nähe", sagte das Ehepaar Ute und Klaus Jäger. Musikdirektorin Claudia Rübben-Laux hatte ihre Künstler gut im Griff.
Urkomisch zeigte sich das Männerballett „Die Pampers": Sie traten nur mit einer Windel bekleidet als tollpatschige Babys auf, die versuhen, einen Ball umzudrehen. Nur der Schnuller fehlte. Angelika Donsbach erzählte Witzchen ä la „'Wann mache ich Diät? Vor oder nach dem Essen?", Angelika Zapp-Sander torkelte als sympathisch betrunkene Stadtstreicherin über die Bühne, Waltraud Demmers Bauchrednerpuppe präsentierte sich frech und witzig, Chorknabe Hardy zog Aktuelles durch den Kakao, und der Kleine MC sang ein herrlich komisches Lied über „Großvaters Gebiss". Auch nach über vier Stunden ging das „Fiere" nur zögerlich zu Ende: „Mer lääve hück - nit murje, zo schnell verjeiht die Zigg" (Höhner).

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü